Ansparphase · Modellannahmen
Warum eine Renditeannahme keine Prognose ist
Jeder Sparplan-Rechner braucht eine feste Renditeannahme, sonst kann er keinen Kapitalverlauf berechnen. Diese Zahl beschreibt eine Rechenwelt. Sie sagt nicht voraus, wie sich dein Depot tatsächlich entwickeln wird. Wer die Annahme als Versprechen liest, plant am Ende zu optimistisch.
Kleine Unterschiede, große Wirkung
Der Zinseszins verstärkt jeden Unterschied über die Jahre. Ein Beispiel: Du sparst 30 Jahre lang 300 € pro Monat, insgesamt zahlst du also 108.000 € ein. Je nach Annahme ergibt das:
- 3 % pro Jahr: rund 175.000 €
- 5 % pro Jahr: rund 250.000 €
- 7 % pro Jahr: rund 366.000 €
Schon ein Prozentpunkt mehr oder weniger verschiebt das Ergebnis um mehr als 50.000 € (von 5 auf 6 % sind es etwa 52.000 €). Das ist kein Fehler im Rechner, sondern die Mathematik des langen Sparens.
Was in der Realität zusätzlich passiert
- Schwankungen: Die Rendite fällt nicht gleichmäßig an. Es gibt starke Jahre und Verlustjahre.
- Reihenfolge: Gerade kurz vor und nach dem Rentenbeginn wirken schlechte Jahre stärker als am Anfang.
- Kosten und Steuern: Fondskosten und Steuern mindern das, was bei dir ankommt.
- Inflation: Ein Betrag in 30 Jahren kauft weniger als heute.
So gehst du im Renten-Cockpit damit um
- Rechne mehrere Szenarien durch und stelle sie im Szenarien-Vergleich gegenüber.
- Plane mit einer vorsichtigen Annahme. Positive Überraschungen sind angenehmer als negative.
- Schau dir im Premium Report die Bandbreite an, also pessimistisch, erwartet und optimistisch.
- Schalte die Inflation ein, um das Ergebnis in heutiger Kaufkraft zu sehen.
- Prüfe deinen Plan mit dem Soll-Ist-Tracker regelmäßig mit dem echten Depotwert.
Alle Zahlen sind Modellrechnungen, keine Prognose und keine Anlageberatung.
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